Sommerakademie 2026

Auch im Jahr nach dem großen Jubiläum fand am IFF wieder die traditionelle Sommerakademie statt, und zwar vom 10.8. bis zum 16.8.2026 in der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und auf Schloss Landestrost in Neustadt am Rübenberge.

In diesem Jahr standen in den Workshops und beim ersten Konzert am 13.8. auf Schloss Landestrost neben den traditionellen Bereichen Improvisation und Tanz Kompositionen und Arrangements rund um George Bizets Oper "Carmen" im Mittelpunkt, die mit großem Erfolg aufgeführt wurden. Zu hören waren, von Martin Brauß mit dem IFF-Ensemble einstudiert, nicht nur die "Aragonaise", der "Chor der Gassenjungen" und die berühmte "Habanera" aus der Oper, es wurde zudem eine kleine achthändige Delikatesse am Klavier serviert: Ausschnitte aus der Carmen-Fantasy für 2 Klaviere und 4 PianistInnen von Mack Wilberg. Daneben wurden Orchesterarrangements der beiden Brahmsschen Volkslieder "Wach auf mein‘s Herzens Schöne" und "Gar lieblich hat sich gesellet" zu Gehör gebracht. Auf dem Programm standen an diesem Abend außerdem die eigens für das IFF angefertigte Komposition "La Fête de Carmen" von Volker Thies, in der zahlreiche "Carmen"-Themen auf rhythmisch komplexe, äußerst spannende Weise kombiniert sind, sowie die Ergebnisse der Workshops Improvisation und Tanz. Unter der Anleitung von Dietmar Wiesner präsentierten die IFF-Studierenden zu Beginn des Konzerts ein Werk, das sowohl aus komponierten als auch frei improvisierten Passagen bestand und sich um das Thema "Fäden knüpfen" drehte – für die MusikerInnen und das Publikum ein faszinierendes Erlebnis! Kirsten Eilmes studierte mit den IFF-Studierenden zu vierhändig am Klavier vorgetragenen "Carmen"-Arrangements abwechslungsreiche Choreografien ein, die die jungen MusikerInnen so richtig in Schwung brachten und das Publikum begeisterten.

Nach dem Workshop-Konzert lag der Fokus wie im vergangenen Jahr für das erste und zweite Studienjahr auf dem Chorgesang unter der Leitung von Frederik Frank und für die SolistInnen des Abschlussjahrgangs auf Proben mit dem Symphonischen Kammerorchester "La Tempesta" unter der Leitung von Martin Brauß. Während die einen in den Chorproben das französische Chanson "Je vole" in einem Arrangement von Jetse Bremer vierstimmig einstudierten, wurden von den anderen mit dem Orchester Solokonzerte von Mozart, Chopin, Schumann, Brahms, Glasunow, Prokofiew, Martinu und David erarbeitet und am 15.8. beim Orchesterkonzert in der Markuskirche Hannover aufgeführt. Dabei zeigten nicht nur die SolistInnen, sondern auch die MusikerInnen von "La Tempesta" – darunter zahlreiche IFF-Alumni –, was in ihnen steckt. Mit großer Leidenschaft und Freude am gemeinsamen Musizieren wurde hier ein stilistisch vielfältiges und anspruchsvolles Programm präsentiert, das das Publikum mit großem und anhaltendem Applaus würdigte.

Bei der anschließenden Feier in der Karaoke-Bar "Downtown" konnten die Studierenden schließlich ihre Musikalität am Mikrofon und auf der Tanzfläche ausgelassen unter Beweis stellen.

Zum Abschluss der Arbeitswoche fand am folgenden Vormittag die Kammermusik-Matinée in Neustadt am Rübenberge statt. Verschiedene kleine IFF-Ensembles präsentierten hier im schönen Saal des Schlosses kammermusikalische Werke von Haydn, Brahms, Schumann, Popper, Franck sowie Lera Auerbach und Jan Koetsier. Dabei zeigte sich das Publikum beeindruckt von der Bandbreite – von Blechbläsern über Streicherensembles bis hin zu Gesang war alles dabei – sowie von dem hohen künstlerischen Niveau der jungen MusikerInnen.

Nach dem Konzert ließ die IFF-Gemeinschaft mit Eltern und Freunden die Sommerakademie bei "Speis und Trank" fröhlich ausklingen und verabschiedete die IFF-KommilitonInnen, die nun nach drei Jahren das Institut verlassen: Die Studierenden des ersten und zweiten Jahres gaben ihnen das im Chor-Workshop erarbeitete "Je vole" mit auf die Reise. Der Abschlussjahrgang erhielt seine Zertifikate und würdigte die Arbeit des IFF-Teams mit lieben Worten und Geschenken – ein rührender Abschied, in dem die enge Verbundenheit der Studierenden mit dem IFF deutlich wurde.

Die inspirierende gemeinsame Woche wurde wie in den vergangenen Jahren möglich gemacht durch die großartige finanzielle Zuwendung und organisatorische Unterstützung der Stiftung Kulturregion Hannover, der Bruno-Frey-Stiftung Hannover, der Region Hannover und des Team Kultur der Region Hannover. Unser herzlicher Dank gilt ihnen allen!

 

Bericht: Christina Maier

Fotos: ©Nico Herzog

 

Zuletzt bearbeitet: 28.08.2026

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