Grußwort von Prof. Martin Brauß, Direktor des IFF

20 Jahre ist das IFF nun schon alt. Den Kinderschuhen ist es also längst entwachsen. Seine Reifeprüfung hat es, das darf man wohl so sagen, mit Erfolg bestanden. Wir finden, das ist ein guter Grund zu feiern, sprich, fröhlich und beschwingt zurückzublicken und zugleich nach vorne zu schauen.

Wir waren damals in der deutschen Musikhochschullandschaft wirklich so etwas wie die Pioniere der Frühförderung. Mit enormer Neugierde und großem Tatendrang haben wir Neuland betreten. Ausgetretene Pfade gab es dort nicht, feste Wegmarkierungen fast keine. Oft mussten wir uns an den Sternen orientieren und haben mit zunehmender Trittsicherheit auch immer wieder nach ihnen gegriffen.

Meister sind, wie das Sprichwort so weise sagt, noch nie vom Himmel gefallen. Aber Talente! Und die landen oftmals ziemlich unsanft auf unserer Erde. Dass wir uns um die musikalischen von ihnen mit bestem Wissen und Gewissen kümmern, ist eine Verpflichtung, die uns Freude macht und zugleich Verantwortung auferlegt.

´The teacher matters` - ja, das ist wahr. Im richtigen Augenblick da und im nächsten nicht wieder weg zu sein, ist unser menschliches und pädagogisches Credo.

Ein Hochschulinstitut sind wir nur auf dem Papier, denn seinem inneren und hoffentlich glaubhaft gelebten Anspruch nach will das IFF, großen Vorbildern folgend, eine Handwerksstube sein, in der Bildung und Ausbildung zusammengedacht und zusammengebracht werden, in der sich die Meisterinnen und Meister um ihre womöglich begabteren Lehrlinge ´ganzheitlich` kümmern, auf dass sie später die besseren Meister werden und weitergeben, was der Weitergabe wert ist.

Bewahrung von lebendiger Tradition schafft lebendige Zukunft. Diese Erfahrung haben gerade wir Lehrende gemacht. „Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben.“ (Theodor Fontane)
Und was gibt es ´Neueres` und Schöneres als unsere jungen Musikerinnen und Musiker im IFF!
Ich bin allen, die diesen Weg in die Zukunft mit uns gegangen sind und weiter mit uns gehen wollen, von Herzen dankbar.
Lang lebe das IFF! 

Prof. Martin Brauß
Direktor des Instituts zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF)

 

Zuletzt bearbeitet: 22.02.2020

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