VIFF-regional

Seit 2007 ergänzt das Projekt „VIFF-regional“, eine Zusammenarbeit mit mittlerweile fünf Musikschulen in Niedersachsen, das Ausbildungskonzept im IFF. 

Das bislang zentral in Hannover an der Hochschule für Musik, Theater und Medien organisierte VIFF-Modell wurde in enger Kooperation mit dem IFF, unterstützt vom Niedersächsischen Kultusministerium, in den Regionen Niedersachsens bislang auf fünf Partner-VdM-Musikschulen übertragen.

In Braunschweig, Oldenburg und Osnabrück begann an den dortigen Musikschulen mit dem Schuljahr 2007/08 ein Förderprogramm für Kinder im erweiterten Grundschulalter (* i. d. Regel 8-12 Jahre). Diese Musikschulen übernehmen dabei in enger Abstimmung die Aufgabe, in ihrem Einzugsbereich musikalisch nachweislich überdurchschnittlich begabten Kindern ein besonderes, analog zum VIFF-Modell auf ebenfalls drei Jahre konzipiertes Unterrichtsangebot zu machen. Im Rahmen von VIFF-regional sollen diese Kinder von erfahrenen Pädagogen der Musikschulen erkannt, angesprochen und nahe an ihrem Wohnort optimal gefördert und in ihrer musikalische Entwicklung unterstützt werden. Begleitend zum Instrumentalunterricht, der auch musikschulextern erfolgen kann, sollen insbesondere die Bereiche Gehörbildung, Musiktheorie und Rhythmusschulung vermittelt werden. Ergänzend finden vor Ort Angebote für Singen, Ensemblespiel sowie Musik und Bewegung statt.

Im Anschluss an das Förderprogramm VIFF-regional können die Kinder weiter gefördert werden in der Studienvorbereitenden Ausbildung (SVA) an den niedersächsischen Musikschulen oder nach bestandener Aufnahmeprüfung am IFF an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Seit Schuljahr 2014/2015 findet an den Standorten Braunschweig, Hildesheim, Oldenburg, Osnabrück, Stade und Hannover VIFF-Unterricht statt.

 

Das IFF bietet als Fortbildungsveranstaltung und zum gemeinsamen Austausch VIFF-regional-Treffen an.

1. Treffen VIFF-regional: 
Am 25.04.2009 trafen sich in Hannover VIFF-regional-Kinder, Dozenten und Eltern aus den damals vier Partnermusikschulen mit VIFF-Frühstudierenden der HMTMH.

2. Treffen VIFF-regional:
Am 18.04.2010 fand in der Landesmusikakademie Wolfenbüttel die 2. landesweite Akademie VIFF-regional statt. 
Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen "10 Jahre IFF" fand am 05.06.2012 eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung für SVA-Dozenten und VIFF-regional-Theoriedozenten in der HMTMH statt. 

3. Treffen VIFF-regional:
Am 07.05.2011 trafen sich die VIFF-regional-Kinder mit ihren Eltern und Dozenten zum Austausch mit den anderen Standorten zusammen in Hannover, um in verschiedenen Workshops musikalisch ihre Kenntnisse zu vertiefen.

Den zahlreich erschienenen Gästen bot sich ein abwechslungsreiches Programm:

  • offener Unterricht mit Frühstudierenden des V/IFF Hannover der Klassen Klavier, Prof. Kämmerling und Violine, Prof. Kertscher,
  • Vortrag der Doktorandin S. Kaczmarek / Universität Paderborn (Prof. Heiner Gembris) zu ihrer Promotionsarbeit über das IFF,  
  • drei parallele interaktive Workshops "Solmisation", "Tanz" und "Stimme" für die Gast-Kinder "VIFF- regional" und "VIFF Hannover",
  • Präsentation der Ergebnisse aus den Workshops,
  • interaktive Kompositionswerkstatt mit Frühstudierenden des IFF unter der Leitung von Benjamin Lang. 

4. VIFF-regional-Treffen in Hannover

Am 26.10.2013 trafen sich die VIFF-Standorte Oldenburg, Osnabrück und Hannover in der HMTMH. Für die 52 VIFF-Kinder gab es drei Workshops, von denen sie im Vorfeld einen anwählen konnten:

  • "Musik - Bewegung - Szene" mit Meike Britt Hübner, Hamburg/Hannover
  • "Gesang" mit Claudia Erdmann, Hannover
  • "Perkussion und Rhythmustraining" mit Axel Fries, Oldenburg

Zur Begrüßung stellten sich die Standorte mit musikalischen Beiträgen vor. Oldenburg zeigte einen Einblick in die Stimmbildung, die Birgit Wendt-Thorne wöchentlich im Rahmen des VIFF-Programms anbietet. Ein Geigenquartett unterstrich die kammermusikalische Arbeit, die ebenfalls in Oldenburg angeboten wird.

Einzelne Solisten aus Osnabrück zeigten ihre instrumentalen Fähigkeiten mit Viola, Fagottino und Querflöte.

Olga Tschipanina gab einen Einblick in den Musiktheorieunterricht, der wöchentlich in Hannover stattfindet. Die Präsentation zeigte, wie spielerisch die VIFF-Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Tonarten und Melodien umgehen können, um diese einfach transponieren zu können.

Parallel zum Workshopprogramm konnten die mitgereisten Eltern ein eigenes Programm in der HMT erleben:

  • ein Konzert mit IFF-Studierenden
  • öffentlicher Unterricht von Prof. Wegrzyn (Violine) und Prof. Krüger (Klavier) mit jeweils einem/r IFF-Schüler/in

Am Ende des Nachmittages erlebten die 70 mitgefahrenen Eltern die Präsentationen der Workshopergebnisse, bei denen die Perkussiongruppe mit einer mitreißenden Samba und die Gesangsgruppe mit zwei mehrstimmigen Kanons trotz der wirklich sehr kurzen Probenzeit sehr überzeugende Ergebnisse zeigten. Mit einer szenischen Darbietung der dritten Gruppe wurden auch improvisatorische und schauspielerische Talente der VIFF-Kinder deutlich.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Dozenten der Workshops, die dieses
4. VIFF-regional-Treffen sehr bereichert haben!

Stimmbildung, Gruppe Oldenburg
Musiktheorie, Hannover
Musiktheorie Olga Tchipanina, VIFF-Hannover
Workshop mit Meike Britt Hübner
Workshop mit Claudia Erdmann
Workshop mit Axel Fries
IFF-Konzert, Silas Zschocke (Viola)
Solistin, Osnabrück
Solistin, Osnabrück
Solistin, Oldenburg
Geigenquartett, Oldenburg
Solistin, Oldenburg
Abschluss mit Perkussion

5. VIFF-regional-Treffen in Hannover 2015

Zum 5. Mal trafen sich die VIFF-regional-Musikschulen zu einem gemeinsamen Austausch in Hannover. Am 21.11.2015 waren 39 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Oldenburg, Osnabrück, Braunschweig, Hildesheim, Stade und Hannover in drei Workshops aktiv und präsentierten den mitgereisten Eltern zum Abschluss des Tages ihre Ergebnisse.

Parallel zu den Workshops trafen sich die VIFF-regional-Leiterinnen und Leiter der einzelnen Standorte zum Austausch im Rahmen einer Konferenz, um sich über verschiedene Themen auszutauschen. Ebenso gab es für die VIFF-regional-Lehrkräfte Zeit und Raum für einen Austausch, bevor es mit den Abschlusspräsentationen weiterging.

Beim Improvisieren mit Perkussioninstrumenten unter der Leitung von Axel Fries (Oldenburg) erlebten die VIFFler die verschiedenen Klang- und Spielmöglichkeiten eines Beckens und bewiesen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten einzelner mit Wasser gefüllten Gläser, um sie zum Klingen zu bringen.

Annika Völlering (Hannover) motivierte engagiert die jungen Musikerinnen und Musiker zum aktiven Singen im Workshop "Gesang und Stimmbildung". Die VIFFler zeigten bei der Präsentation überzeugend den Song "Alles nur geklaut" sowie einen mehrstimmigen Kanon mit Bewegungschoreographie.

Wie Musik in ihrer Wirkung szenisch umgesetzt werden kann, bewiesen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Workshop "Musik - Bewegung - Szene" und es war bemerkenswert, wie ausdrucksstark die VIFFler unter der Anleitung von Meike Britt Hübner (Hamburg) die verschiedenen Musiksequenzen in Bewegung umsetzten.

Die VIFF-Kinder zeigten, wie sehr sie sich an einem Tag fokussiert und intensiv mit einem musikalischen Thema auseinandersetzen können. Für alle war das wieder ein sehr spannender Tag, der sicherlich in zwei Jahren seine Fortsetzung finden wird!

Erklärungen zum Workshop von Axel Fries
Konzentration während der Improvisation
Improvisation
Glas-Klänge
Gesang und Tanzchoreographie
Gesang und Choreographie
Gesang
Musik und Szene
Wirkung von Musik szenisch umgesetzt
Musik und Szene
Musik und Szene

Eingebunden in das niedersachsenweite Projekt Hauptsache Musik soll eine Zusammenarbeit zwischen der schulischen Musikpädagogik und den außerschulischen Institutionen der Musikkultur landesweit intensiviert werden.
Musikalische Begabung soll so früh wie möglich als individuelles Potenzial erkannt und entsprechend kompetent gefördert werden.

Es geht darum, Musik zu erleben, zu verstehen und mit Stimme oder Instrument selbst zu machen, sodass sich die vorhandenen Begabungspotenziale bei den Kindern in enger Verbindung mit der Gesamtentwicklung der Persönlichkeit optimal entfalten können. Erfolgreiche Projekte an allgemeinbildenden Schulen wie Bläserklassen, Gesangsklassen oder auch Streicherklassen setzen hierzu richtungsweisende Impulse.
Musikalisch hochbegabte Kinder werden in der Regel im Instrumental- oder Vokalunterricht durch ihre besonderen Fähigkeiten, ihre Neugier, ihren Wissensdurst und durch eine früh erwachte Leidenschaft für die Musik erkannt. Häufig gehen mit diesen Eigenschaften eine überdurchschnittlich gute Auffassungsgabe und Umsetzung in musikalischer Ausdrucksfähigkeit einher.  

Gründungsmitglieder des Projekts 2007, vlnr: Heide Specht (Musik- und Kunstschule Osnabrück), Ulrich Petersen (Musikschule der Stadt Lüneburg), Sigrid Neugebauer-Schettler (Musik- und Kunstschule Osnabrück), Prof. Bernd Goetzke, Christiane Bessert-Nettelbeck (beide IFF), Hans Walter, Marina de Greef (beide Niedersächsisches Kultusministerium), Ulrich Kallmeyer (Städtische Musikschule Braunschweig), Prof. Martin Brauß (IFF), Dr. Hans Krauss (Städtische Musikschule Braunschweig). Foto: Klaus Bredl
 

Kooperationspartner

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
iff@hmtm-hannover.de

Sven Stagge
Niedersächsisches Kultusministerium - Referat 23

Landesverband niedersächsischer Musikschulen e.V.
Klaus Bredl

Städtische Musikschule Braunschweig

Musikschule Hildesheim

Musikschule der Stadt Oldenburg 

Musik- und Kunstschule der Stadt Osnabrück

Kreisjugendmusikschule Stade

Zuletzt bearbeitet: 15.04.2016

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