Geschichte

Obwohl Deutschland immer noch zu den führenden Musiknationen in der Welt gehört, ist es um unsere musikalische Spitzenförderung nicht immer und unbedingt zum Besten gestellt. Zu sehr hatte man jahrelang die Hochbegabten gesellschaftlich alleine gelassen und pädagogisch vernachlässigt, während gleichzeitig der internationale Leistungsstandard sich ständig nach oben entwickelte und der globale Konkurrenzdruck rapide anstieg.

Die Anforderungen eines Musizierens auf höchstem Niveau setzen eine gezielte, vielseitige und vor allem frühzeitige Förderung voraus. Der Idealismus und das Expertenwissen der beteiligten ausübenden und lehrenden Musiker und Musikerinnen alleine reichen dafür jedoch nicht aus. Dafür bedarf es einer konzertierten Aktion verschiedener gesellschaftlicher und musikalischer Kräfte. Und zu diesem buchstäblich synergetischen (und bis dahin kaum für möglich gehaltenen) Prozeß kam es tatsächlich:

Als Ergebnis eines deutschlandweit einmaligen Teamworks zwischen den zuständigen Ministerien, den allgemeinbildenden Schulen, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, der Stiftung Niedersachsen, den beteiligten Eltern und –  last but not least – den begabten jungen Musikern und Musikerinnen selbst wurde im Jahre 2000 das „Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter“ (IFF) gegründet und als offizieller Studiengang – ein bisher einmaliger Vorgang in der deutschen Bildungslandschaft - der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover eingegliedert.

Chronik

1998–2000 Planungsphase

2000 Das Institut zur Früh–Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover wird gegründet und als Studiengang („Frühstudium Musik“) in die Hochschule integriert.

Ermöglicht wurde diese Einrichtung durch die Kooperation mehrerer Partner:

  • Die Hochschulleitung unterstützt die Konzeptidee (Prof. Bernd Goetzke).
  • Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt das Projekt durch eine Anschubfinanzierung für sechs Jahre.
  • Das Niedersächsische Kultusministerium stattet drei ausgewählte hannoversche Gymnasien mit „Verfügungsstunden“ zur individuellen Förderung der IFF-Schülerinnen und -Schüler aus.
  • Die Stiftung Niedersachsen finanziert eine Stiftungsprofessur (Violine).

Gründungsprofessoren/Vorstand:
Prof. Bernd Goetzke (Institutsleiter)
Prof. Andreas Boettger
Prof. Martin Brauß

2001 Beginn der Förderung durch die Stiftung Kulturregion Hannover 

2002 Beginn der Förderung durch die Bruno-Frey-Stiftung 

2004 Gründung des VIFF (Vorklasse des IFF)

2004 Evaluation www.zeva.org 

2004 Gründung des Fördervereins ProIFF

2005 Einrichtung der Stelle Pädagogische Koordination 

2006 Ende der Projektphase, Übernahme in die Hochschulträgerschaft

2007 Im Rahmen einer umfassenden Strukturreform der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover wird das IFF neu positioniert als Stabsstelle des Präsidiums. Ein fünfköpfiger Vorstand wird gebildet und als Direktor des Instituts wird Prof. Bernd Goetzke bestellt.

2007 Beginn einer Kooperation des IFF mit dem Niedersächsischen Kultusministerium und vier VdM Musikschulen zur Frühförderung musikalisch hochbegabter Kinder in Niedersachsen (Projekt VIFF-regional).

2010 Jubiläumsjahr: 10 Jahre IFF; Produktion einer DVD über das IFF und eines Jubiläumsbuches (beides weiterhin beim Kartenvorverkauf der HMTM Hannover erhältlich)

2013 Prof. Martin Brauß leitet das IFF als Direktor.

2015 Jubiläumsfeier: 15 Jahre IFF; Tag der offenen Tür mit Präsentationen, Festkonzert

2017 Jubiläumsfeier: 10 Jahre VIFF-regional; Wochenende mit fünf Partnerstandorten VIFF-regional

 

Zuletzt bearbeitet: 08.11.2017

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