Böckelmann, Maxim

Maxim Böckelmann, Klavier, Dirigieren

Der junge Dirigent und Pianist Maxim Böckelmann erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von drei Jahren in seiner Geburtsstadt Magdeburg und erweiterte seine musikalische Bildung schon frühzeitig in den Bereichen Kammermusik, Musiktheorie, Improvisation und Komposition. Nachdem er 2004 sein dreijähriges Frühstudium am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) in Hannover abgeschlossen hatte, erhielt er als Jungstudent weiterhin Klavierunterricht bei Karl-Heinz Kämmerling und Dirigierunterricht bei Martin Brauß bis zum Beginn seines Hauptstudiums im Jahr 2007 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Roland Krüger (Klavier) sowie ab 2008 im Fach Dirigieren bei Eiji Oue.

Darüber hinaus vervollkommnete er seine Fähigkeiten bei Meisterkursen u. a. bei Bernd Goetzke, Erika Haase, Karl-Heinz Kämmerling, Wolfgang Rihm und Kurt Masur. Durch seine außergewöhnliche Begabung konnte er bereits mehrere erste Preise in Wettbewerben wie dem Nationalen Bachwettbewerb Köthen, dem Kleinen Schumann-Wettbewerb Zwickau, auf verschiedenen Bundeswettbewerben “Jugend Musiziert”, dem Grotrian Steinweg Wettbewerb Braunschweig, dem Bechstein Hochschulwettbewerb Hannover und zuletzt 2012 dem Hans-von-Bülow Klavierwettbewerb Meiningen in der Kategorie Dirigat vom Klavier erringen. Er ist Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes.

Nach erfolgreichem Abschluss seiner Studien 2013 wurde Maxim Böckelmann direkt vom Theater Plauen-Zwickau als Assistent des Generalmusikdirektors und Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung engagiert und betreut dort inzwischen als 2. Kapellmeister mehrere eigene Produktionen.

Als Pianist gab Maxim Böckelmann nach vielen Konzerten in Deutschland im Jahr 2011 sein sehr erfolgreiches internationales Debüt in Osaka mit Tschaikowskis 1. Klavierkonzert. Nicht zuletzt wird er darüber hinaus von namhaften Künstlern auch als Kammermusikpartner und als Liedbegleiter sehr geschätzt.

 

 

Maxim Böckelmann über seine Zeit im IFF 

"Es gab in meinem Leben oft Momente, in denen ich nach Gleichgesinnung suchend erfolglos blieb. Der Alltag eines Kindes, welches sich quasi professionell mit Musik beschäftigt, ist meist so verschieden von dem Anderer, dass oft "besonders" einen negativen Beigeschmack erfährt. Diese Eigenartigkeit führte manchmal zu einem Gefühl des Alleinseins, weswegen ich auf der Suche war nach Anderen, auch "Eigenartigen".

Das IFF war der erste Ort an dem ich plötzlich auf diese Individuen traf, die dieselbe Sprache sprechen; eine Sprache, in der Quattro Stagioni keine Pizza und presto keine Nudelsoße ist. Ein Ort, in dem man normal ist, wenn man sich verabschiedet, um üben zu gehen. Und ein Ort (wie sich auch auf längere Sicht herausstellte), in dem sich Schlüssel tümmeln, die mehr als bereitwillig sind, Türen zu öffnen. Kurz gesagt, war das IFF für mich eine Weiche, die mir ermöglicht hat, auf einer Schnellspur zu fahren und so ein bisschen vom Weg abzunehmen, den man sonst mühsam und vielleicht irrend begehen müsste."

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Zuletzt bearbeitet: 08.02.2017

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