Euler, Johannes

Der Countertenor Johannes Euler wurde in Hannover geboren und erhielt von 1998 bis 2008 Gesangsunterricht bei Prof. Charlotte Lehmann. In dieser Zeit studierte er von 2002 bis 2006 am „Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter“ der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Nach dem Abitur 2008 begann er sein Musikstudium in der Abteilung Fächerübergreifender Bachelor mit Gesangsunterricht bei Prof. Markus Schäfer, seit 2010 bei Ralf Popken. 2012 wechselte er in den Studiengang Gesang, den er 2016 abschloss.

Ergänzt wurde sein Studium durch Meisterkurse bei Evelyn Tubb (Sopran), Anthony Rooley (Laute), Lynne Dawson (Sopran), Maria Husmann (Sopran, Schauspiel, moderne Musik) und Michael Chance (Countertenor).

Sein Operndebüt gab Johannes Euler 2013 in Georg Philipp Telemanns „Der aus der Löwengrube errettete Daniel“ am Theater Osnabrück in den Rollen des Arbaces und des Daniel. Weiterhin sang er in einer Produktion der Musikhochschule Hannover im Frühjahr 2015 die Rolle des Oberon im Sommernachtstraum von Benjamin Britten.

Künstlerische Schwerpunkte seiner derzeitigen Konzerttätigkeit sind im traditionellen Repertoire seiner Stimmlage die Aufführung der Oratorien und Kantaten von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel sowie Musik des Frühbarock (Werke von John Dowland, Henry Purcell, u.A.).

Sein besonderes Interesse gilt der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. 2014 sang er eine Uraufführung des türkischen Komponisten Hasan Uçarsu und war an einer CD beteiligt mit Ausschnitten aus den Orpheus Elegies des englischen Komponisten Harisson Birtwistle. Diese CD wurde von der New York Times in einer Besprechung empfohlen und auch in der BBC positiv rezensiert. Im September 2016 gab er sein Debüt an der Staatsoper Berlin mit der Partie des Jörg Jannings in der Uraufführung der Oper „Comeback“ von Oscar Strasnoy.

Seit 2014 ist Johannes Euler Mitglied des Münchener Ensembles „Die Singphoniker“. Regelmäßige internationale Konzertreisen führten ihn bis jetzt neben dem europäischen Raum unter Anderem nach Japan, Taiwan und China. Bisher produzierte er mit dem Ensemble CDs mit Werken von Georg Kreisler und Orlando di Lasso, die international positiv rezensiert wurden.

 

 

Johannes Euler rückblickend auf sein Frühstudium im IFF:

"Dem IFF verdanke ich viele wertvolle Erfahrungen. Für mich persönlich zählen dazu vor Allem der Unterricht in rhythmischer Gehörbildung sowie in Musiktheorie (bei Prof. Hubert Moßburger und Tihomir Popovic). Besonders der Unterricht bei Herrn Popovic hat mich sehr bereichert und geprägt und mit Sicherheit dazu beigetragen, dass die Musiktheorie jetzt zu einem meiner wichtigsten Schwerpunkte geworden ist. Neben dem regulären Unterricht sind aber auch die gemeinsamen Wochenenden im Harz sowie die alljährliche Sommerakademie in Neustadt am Rübenberge zu erwähnen, da es dort sowohl Auftrittsmöglichkeiten als auch besondere Angebote und Workshops gab, wie z. B. den Improvisationskurs. Meiner Meinung nach ist das IFF ein äußerst wichtiger Bestandteil der Musikhochschule Hannover und sollte unbedingt erhalten und erweitert werden."

 

Zuletzt bearbeitet: 19.10.2016

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