Hübner, Ole

Ole Hübner, Komposition

Ole Hübner, 1993 geboren, studierte Komposition zunächst als Frühstudent bei Benjamin Lang und Joachim Heintz an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und anschließend regulär bei Johannes Schöllhorn und Michael Beil an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Zusätzlichen Unterricht erhielt er unter anderem bei Sarah Nemtsov, Brigitta Muntendorf, Chaya Czernowin, José María Sánchez-Verdú, Martin Schüttler, Marcus Schmickler und Orm Finnendahl. Seine Dirigierlehrer waren Martin Brauß (Hannover), Philipp-Michael Barth und David Smeyers (Köln). Seit 2015 studiert er unter anderem bei Heiner Goebbels im Masterstudiengang am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Er arbeitet(e) unter anderem mit dem Theater Aachen, dem Studio für Stimmkunst und neues Musiktheater der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart, der Deutschen Oper Berlin, dem Konzert Theater Bern, dem Ensemble Modern, dem Ensemble LUX:NM, dem Ensemble Garage (beim Kwadrofonik Festival Warschau), dem Trio Catch, mam.manufaktur für aktuelle musik (bei der Klangwerkstatt Berlin), dem Ensemble Adapter, dem E-MEX-Ensemble, dem Decoder Ensemble, den Performance-Kollektiven BRXT, Supergroup (als Stipendiat am tanzhaus nrw) und Anna Kpok, und Solist*innen wie Julia Mihály (beim SPOR Festival Aarhus), Frauke Aulbert, Nicola Hein, Sebastian Berweck, Paul Hübner, Helen Bledsoe, Béatrice Gaudreault-Laplante (bei der Münchener Biennale), Dirk Rothbrust sowie Antoine Françoise & Gilles Grimaître (beim »Tzlil Meudcan« Festival Tel Aviv-Jaffa) zusammen. Stücke von ihm wurden bereits in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen, Italien, Dänemark, Japan und Israel aufgeführt sowie vom Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, WDR 3, SR 2 und Radio Bremen gesendet.

In seiner Arbeit macht er Gebrauch von Audioelektronik, Videos und szenischen Konzepten und bewegt sich oftmals im Bereich von Musiktheater und Theatermusik. Themen wie etwa die Konzeption und Manipulation von Wirklichkeiten, Formen von »Authentizität«, der Fragekomplex von »Wahrheit« und »Lüge«, das Situative, das Narrative, das Abwesende … werden sowohl in seiner künstlerischen als auch seiner theaterwissenschaftlichen Arbeit kritisch beleuchtet und bearbeitet. Die Bereicherung und Neubewertung von Wissen und Techniken der neuen Musik durch theaterwissenschaftliche Sichtweisen spielt dabei zunehmend eine wichtige Rolle. Ole Hübner arbeitet regelmäßig mit Künstler*innen anderer Sparten wie Rick Reuther (Lyrik), Till Wyler von Ballmoos (Regie, Performance), Tassilo Tesche (Video, Performance), Jascha Sommer (Performance), Charlotte Bösling (Film, Regie), Friederike Blum (Regie) und Jakob Boeckh (Video, Performance) zusammen. Im Rahmen verschiedener Theaterproduktionen ist er als Trompeten- und Elektronikspieler in Bands für improvisierte Musik, unter anderem mit Alexander Dawo (Kontrabass), Leif Berger (Schlagzeug) und Nicola Hein (Gitarre), aufgetreten.

Ole Hübner war von 2011 bis 2013 Stipendiat des Landes Nordrhein-Westfalen. Er veröffentlichte mehrere Beiträge und Statements in den Fachzeitschriften »MusikTexte«, »Seiltanz« und »BLATT 3000« sowie der nmz – neue musikzeitung. Von 2013 bis 2015 war er Kuratoriumsmitglied der Kölner Musiknacht. Von 2014 bis 2016 war er künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten Kölner Ensembles »electronic ID« für intermediale Musik des 21. Jahrhunderts.

 

Ole Hübner schreibt über seine Studienzeit im IFF: 

"Was das IFF für mich bedeutete:

Das IFF ist vor Allem eine wichtige Anlaufstelle für junge Musiker aus ganz Deutschland, die ansonsten oft keinen passenden Ansprechpartner haben oder deren Ansprechpartner ihnen nicht mehr genügen. Hier treffen sich Instrumentalisten und Komponisten aus Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, sogar Baden-Württemberg und Berlin Wochenende für Wochenende, um dem nachzugehen, was für sie am wichtigsten ist: der Musik! Ganz vielfältige und verschiedene musikalische Interessen kommen hier zusammen und geben viel Gelegenheit, neben dem Unterricht auch Gespräche und Diskussionen zu führen, die in der schulischen Umgebung nicht möglich sind. Aus der gemeinsamen Arbeit im IFF-Unterricht ergeben sich oft auch sehr effektive Zusammenarbeiten und intensive Freundschaften. Den Frühstudenten wird hier eine sehr breite, qualitative und vor Allem individuelle Ausbildung geboten, die sich nicht nur auf den Instrumental- oder Kompositionsunterricht beschränkt, sondern auch der Musiktheorie und dem Dirigieren den nötigen Platz einräumt. Somit ist der IFF-Studiengang etwas, von dessen Unterricht und persönlichen Kontakten man noch lange profitieren wird!" 

 

Zuletzt bearbeitet: 06.02.2017

Zum Seitenanfang