Mallwitz, Joana

Joana Mallwitz, Klavier, Dirigieren

Joana Mallwitz, Dirigieren, * 1986 in Hildesheim, begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von fünf Jahren mit Violin- und Klavierunterricht. 2000 wurde sie als Schülerin von Prof. Christa-Maria Hartmann (später Prof. Karl-Heinz Kämmerling) in den IFF-Frühstudiengang der Hochschule für Musik und Theater Hannover aufgenommen.

Als Generalmusikdirektorin übernimmt Joana Mallwitz 2014/2015 die musikalische Leitung des Theater Erfurt. 2014 wird sie für eine Produktion von Leoncavallos I pagliacci und Mascagnis Cavalleria rusticana an die Königlich Dänische Oper in Kopenhagen zurückkehren, wo sie 2012 eine Aufführungsserie von Puccinis Madama Butterfly leitete. 2013/2014 stehen zudem ihre Debuts an der Staatsoper Hamburg [Donizettis L’elisir d’amore] und bei den Göteborgs Symfoniker an.

2012 gab Joana Mallwitz ihr Wagner-Debut mit Götterdämmerung an der Lettischen Nationaloper in Riga, 2013 folgte dort ihr erstes Rheingold-Dirigat. Im Oktober 2013 wird sie Das Rheingold auch beim Macau International Music Festival dirigieren.

Joana Mallwitz studierte Dirigieren bei Martin Brauß und Eiji Oue sowie Klavier bei Karl-Heinz Kämmerling und Bernd Goetzke an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seit 2004 ist sie Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Nach wie vor konzertiert sie im In- und Ausland als Pianistin und Kammermusikerin.

2006 erhielt Joana Mallwitz ihr erstes Festengagement als Solorepetitorin mit Dirigierverpflichtung am Theater der Stadt Heidelberg. 2006 erregte ihr kurzfristig übernommenes Dirigat der Premierenvorstellung von Puccinis Madama Butterfly höchste Anerkennung. Ab der Spielzeit 2007/2008 bis zum Sommer 2011 war sie dem Haus als Zweite Kapellmeisterin und Assistentin des Generalmusikdirektors Cornelius Meister verpflichtet und leitete hier Repertoirevorstellungen, Wiederaufnahmen, Premieren und Symphoniekonzerte. Ihr Repertoire in Heidelberg beinhaltete neben weiteren Werken auch Beethovens Fidelio, Mozarts Idomeneo, Le nozze di Figaro, La clemenza di Tito und Die Zauberflöte, Rossinis Il barbiere di Seviglia, Strauss‘ Salome, Tschaikowskys Eugen Onegin sowie Verdis Aida und Rigoletto.

Gastengagements führten Joana Mallwitz auch als Studienleiterin ans Theater an der Wien (Strauß‘ Die Fledermaus) und als Assistant Conductor nach Kopenhagen (Wagners Tristan und Isolde). Joana Mallwitz dirigierte das Silvester-Konzerte 2011 des Royal Danish Orchestra in Kopenhagen sowie Konzerte mit dem Philharmonischen Orchesters Erfurt, den Nürnberger Symphoniker, der TfN-Philharmonie Hildesheim und dem Osnabrücker Symphonieorchester.

2009 wurde Joana Mallwitz mit dem »Praetorius Musikpreis 2009« des Landes Niedersachsen zur Förderung ihrer ›herausragenden musikalischen Leistung‹ ausgezeichnet. Im Jahrbuch 2009 der Zeitschrift Opernwelt erhielt sie zudem für ihr Dirigat von Brittens Die Jünglinge im Feuerofen am Theater Heidelberg eine Nominierung als "Dirigentin des Jahres".

 

Joana Mallwitz schreibt über ihr Frühstudium am IFF:

"Für mich waren die Wochenenden im IFF ein kleines Paradies. Zu viert saßen wir im winzigen Theorieraum 236 mit unseren Professoren und analysierten, diskutierten, lauschten, komponierten, modulierten, bezifferten, extrahierten, instrumentierten und musizierten; immer auf der Suche nach dem Wesen der Musik, nach dem, was sich nicht in Worte fassen lässt. Was im Stundenplan als Musiktheorie, Rhythmik und Gehörbildung bezeichnet war, erwies sich als ein ganz und gar un-theoretischer, allumfassender und lebendiger Unterricht, in den - abgesehen von der Vermittlung grundlegender Fähigkeiten in harmonischer Analyse und Generalbass - Philosophie, Musik- und Kulturgeschichte gleichermaßen mit einflossen. Das Studium im IFF vermittelte uns eine umfassende musikalische Bildung, ohne die meine weitere Laufbahn gar nicht möglich gewesen wäre.

Doch war das IFF noch mehr als das. Durch das Studium im IFF lernte ich all die Menschen kennen, die meine Freude an der Musik teilten; Menschen, die noch heute zu meinen Lehrern, Mentoren, guten Freunden oder musikalischen Partnern zählen. Und noch jetzt - Jahre später - empfinde ich ganz großes Glück und Dankbarkeit, eine der ersten Studentinnen im IFF gewesen zu sein."

 

Zuletzt bearbeitet: 12.11.2013

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