Stuart, Sander

Sander Stuart, Viola

Sander Stuart, Viola, * 1992 in München, erhielt im Alter von 6 Jahren seinen ersten Geigen- und Klavierunterricht und war bereits mit 8 Jahren Konzertmeister des Wunstorfer Musikschulorchesters.
Mit 11 Jahren wechselte er an die Musikhochschule Hannover. Dort absolvierte er neben der Schule drei Jahre lang in der Vorklasse, im Anschluss daran ebenso lange in der Hauptklasse des Instituts zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) ein Früh-Studium Musik mit Hauptfach Violine, ab 2008 mit Hauptfach Viola.
Dieses Studium schloss er mit Bestnote ab. Im Anschluss daran war er Jungstudent bei Prof. Ina Kertscher an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.
Zum Wintersemester 2011/2012 hat er sein Vollstudium an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Prof. Hartmut Rohde aufgenommen.

Sander Stuart ist mehrfacher erster Preisträger des Bundeswettbewerbs “Jugend musiziert”, sowohl als Solist als auch in der Duowertung, in der Klavierkammermusik und in Ensembles der Modernen Musik – oft mit Höchstpunktzahl.

Darüber hinaus gewann er viele Auszeichnungen und Preise, unter anderem den Kammermusik-Förderpreis des niedersächsischen Staatsorchesters, mehrmals den “Preis für Neue Musik” und „besondere Leistungen“ der “Stiftung Jugend musiziert Niedersachsen”, den Sonderpreis des Bundesfamilienministeriums für die “beste Interpretation des Werkes einer Komponistin”, Sonderpreise der Deutschen Stiftung Musikleben für besondere Leistungen, 2009 und 2010 den Preis “Note um Note” der Sparda-Bank Hannover, den Sonderpreis der Hindemith-Stiftung für die “Beste Interpretation eines Werks der Klassischen Moderne“, den 1. Preis der Stiftung “Syker Vorwerk, Zentrum für zeitgenössische Kunst”, den 1. Preis des Wettbewerbs junger Künster auf dem Schleswig-Holstein Musik Festival 2010,  den Sonderpreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung  - als bester niedersächsischer Teilnehmer des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert 2010“ -  für einen 14tägigen Meisterkurs an der Royal Academy of Music in London sowie den Sonderpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim internationalen Wettbewerb „Verfemte Musik“ 2010.

Eine rege Konzerttätigkeit – bevorzugt als Kammermusiker - führte Sander Stuart in den letzten Jahren in viele große Konzertsäle Deutschlands. Sowohl mit seiner Schwester als Klavierpartnerin als auch zusammen mit einem Schlagzeuger und darüber hinaus im Bereich der Klavierkammermusik  wurde er bereits mehrmals für Konzerte der Kronberg Academy, Frankfurt, verpflichtet.

Gefördert wird Sander Stuart seit 2007 von der “Stiftung Jugend musiziert Niedersachsen” und der Deutschen Stiftung Musikleben.
Er nimmt regelmäßig an Meisterkursen, Kammermusikkursen und Orchesterprojekten in ganz Deutschland teil. Ende 2010 war er mit seinem Klavier-Quintett auf Griechenland-Tournee, im Frühjahr 2011 auf einer Tournee durch China.

Er spielt eine Viola von Natale Novelli, Mailand 1938, die ihm von der Deutschen Stiftung Musikleben verliehen wurde.

In seiner Freizeit betätigt sich Sander auch gerne als Komponist, Gitarrist, Schlagzeuger und Sänger im Bereich der Rockmusik.

 

Bedeutung des IFF-Studiums für Sander Stuart

"Für mich war das Frühstudium an der HMT Hannover natürlich schon von daher besonders wichtig, weil es (VIFF und IFF zusammen genommen) sechs Jahre meiner Jugend wesentlich geprägt hat – praktisch meine gesamte Zeit als Teenager.
Es hat oft viel Spaß gemacht, manchmal aber auch fast die gesamte Freizeit gekostet und war deshalb mit erheblichen Belastungen verbunden.

Ich habe sehr viel gelernt, z. B. auf meinen Instrumenten, in Musiktheorie oder im Bereich der Kammermusik. Welch unglaublich große Routine und Sicherheit ich beim Auftritt vor großem und kleinem Publikum durch die vielen IFF-Konzerte und Wettbewerbsteilnahmen gewonnen habe, merke ich immer deutlicher, wenn ich mich mit anderen Musikern vergleiche, die diese Chance nicht hatten.

Die Tatsache, durchs IFF viele sehr gute Musiker in gleichen Alter kennengelernt zu haben, ist sogar noch nach der Zeit des IFF sehr hilfreich. Wenn meine Schwester (meine Klavierpartnerin) und ich z. B. Angebote bekommen, einen eigenen Konzertabend zu gestalten, wir dafür aber noch Partner brauchen, können wir auf unsere ehemaligen Mit-Studenten zurückgreifen, die uns in der Regel auch gerne zur Seite stehen.

Warum für meine Schwester und mich aber vor allen Dingen das IFF ein unglaubliches Glück war, ist der finanzielle Aspekt.
Unsere Familie hätte uns nie eine erstklassige Musikausbildung finanzieren können. Ohne diese Art der Förderung hätten wir an unserer heimischen Musikschule bleiben müssen und uns auch nicht annähernd so gut musikalisch entwickeln können. 
Wir sind der Hochschule, der Leitung und den Dozenten des IFF (vor allen Dingen Frau Kertscher mit ihrem unermüdlichen Einsatz!) unendlich dankbar für ihr Vertrauen und die gute und großzügige Unterstützung."

 

Zuletzt bearbeitet: 20.06.2014

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